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Aktivierende Bewohnerbefragung Wülferoder-/Pettenkoferstraße 2013

Innenhof des Wohnblocks

Vom 14. bis 17. August 2013 hat das Stadtteilbüro eine aktivierende Bewohnerbefragung im Wohnblock Wülferoder-/Pettenkoferstraße durchgeführt. Insgesamt wurden 68 Haushalte von 101 und der bewohnten Wohneinheiten, das heißt 67,3 Prozent, erreicht. Folgende Themen  wurden befragt:

Lärmbelästigung
Worüber ärgern Sie sich?
Wie können, Ihrer Meinung nach, die Punkte die Sie ärgern geändert werden?
Was gefällt Ihnen in der Wülferoder-/ Pettenkoferstraße?
Haben Sie Wünsche für die Wülferoder-/ Pettenkoferstraße?
Veränderung der Wohn- und Wohnumfeldsituation / Zusammenarbeit
 

Grunddaten:

Der überwiegende Anteil der befragten Bewohnerinnen und Bewohner  sind im Alter von 20 bis 40 Jahre. 

Bei den 68 befragten Haushalten wurden 103 Kinder angegeben.

Insgesamt wohnen 22 Nationalitäten in diesem Wohnblock die größten Anteile sind: Deutsche, Iraker, Polen und Türken.

„Wie lange wohnen Sie in der Wülferoder-/Pettenkoferstraße?“
40 Befragte gaben an, unter 5 Jahre in der Wülferoder-/Pettenkoferstraße zu wohnen und 25 Bewohner und Bewohnerinnen wohnen länger als 5 Jahre in dem Wohnblock.

„Wie ist Ihre Wohnzufriedenheit?“

Auf die Frage nach der Wohnzufriedenheit gaben 3/4 der Befragten an, dass sie nicht zufrieden mit der aktuellen Wohnsituation sind. 

„Worüber ärgern Sie sich?“

Die Auswertung der Befragung ergibt, dass die Bewohnerinnen und Bewohner sich am meisten über die schlechte bauliche Situation und den Eigentümer ärgern. Hierzu zählen vor allem Schimmel und Feuchtigkeit, sowie nichtabschließbare Haustüren, kaputte Beleuchtungen und weitere bauliche Mängel.

Eine fehlende Ansprechperson ist ein weiteres Problem. Die Bewohnerinnen und Bewohner berichten, dass sie keine konkrete Ansprechperson haben. „Keiner kümmert sich“, die Baugesellschaft wird angerufen, allerdings erfolgte oftmals keine Reaktion oder es dauert zu lange.

An zweiter Stelle wurde die Müll- und Sperrmüllsituation von den Bewohnerinnen und Bewohnern genannt. Grade die Sperrmüllproblematik in der Wülferoder Straße und die Verschmutzungen in und um die Wohngebäude ist ein Ärgernis. 

Die Grunddaten zeigen auf, dass allein in 68 Haushalten 103 Kinder wohnen. Dieses führt auch zur dem Ärgernis, dass es keinen Spielplatz, außer einer dreckigen Sandkiste („der reinste Horror“), für die Kinder gibt. Der nächstgelegene private Spielplatz ist nicht für Nutzung der Kinder aus dem beschriebenen Wohnblock gestattet.

Weitere Ärgernisse sind:

Das Verhalten der Mieter: Müll von den Balkonen werfen, Flaschen liegen herum, Hundekot wird nicht entfernt, Betrunkene, laute Bewohnerinnen und Bewohner, Briefe werden geklaut...

Andere: Einkaufswagen, zu hohe Mieten, Keller werden nicht abgeschlossen, Obdachlose übernachten im Keller, Papierkörbe fehlen, u.v.a. 

„Wie können Ihrer Meinung nach die Punkte die Sie ärgern, geändert werden?
Grade bei der Vielzahl baulicher Mängel, sehen die Bewohnerinnen und Bewohner den Eigentümer bzw. den Hausmeister in der Pflicht, diese Probleme zu beheben. Des Weiteren wurden noch Strafen/Sanktionen und Kameras zur Überwachung  vorgeschlagen. Weitere Angaben sind: jeder sollte darauf achten, außerdem soll eine externe Reinigungsfirma für die Hausflure engagiert werden. 

„Was gefällt Ihnen in der Wülferoder-/Pettenkoferstraße?“
Vor allem die Einkaufsmöglichkeiten und die zentrale Lage gefallen den Bewohnerinnen und Bewohnern. Weitere positive Angaben sind die guten Verkehrsanbindungen, "es ist alles in der Nähe" (Schule, Kita, Ärzte, Apotheken, Bürgerbüro), die Nachbarn, die Wohnung (Größe und Zuschnitt) und das Grüne.

„Haben Sie Wünsche für die Wülferoder-/Pettenkoferstraße?“

Insgesamt wurden 29 Wünsche angegeben. Der Hauptwunsch der Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnblocks ist ein Spielplatz für kleine und große Kinder.

Darauf folgen unter anderem: Sauberkeit, Ansprechperson, Ruhe, externe Reinigungsfirma, Sanierung der Häuser, Kamera, Sitzbänke erneuern, Innenhof Sitz- und Grillmöglichkeiten, Papierkörbe und mehr Sicherheit.

Der Abschluss der Befragung zielte auf die potenziellen Veränderungen hin.

„Glauben Sie, dass Sie alleine etwas verändern können?“
Fast alle verneinten, dass sie nicht glauben etwas alleine zu erreichen. 

Glauben Sie, dass Sie gemeinsam mit anderen aus der Wülferoder-/Pettenkoferstraße etwas verändern können?

Die Hälfte der befragten Personen gaben an, gemeinsam etwas verändern zu können.  

Können Sie sich vorstellen, an möglichen Verbesserungen mit unserer Unterstützung (Stadtteilbüro) mitzuarbeiten?
Ebenfalls gaben bei der Frage nach einer Zusammenarbeit mit dem Stadtteilbüro die Bewohnerinnen und Bewohner an, gemeinsam an einer langfristig Entwicklung zusammen arbeiten zu wollen.

Am 29. August 2013 wurden die befragten Bewohnerinnen und Bewohner zu einem ersten Treffen eingeladen. Bei diesem Treffen wurden die Ergebnisse der Befragung vorgestellt und die AG WülPet gegründet, die sich jeden letzten Donnerstag im Monat um 18:30 Uhr im Stadtteilbüro trifft.

Gemeinsam versucht die AG mit dem Stadtteilbüro und der Zusammenarbeit der Wohnbaugesellschaft „Deutsche Wohnen“ Lösungen für die Probleme zu finden  und Wünsche der Bewohnerinnen und Bewohner zu realisieren. 

© M. Martínez, S. Koch E-Mail

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